Synagogen in Brandenburg. Eine Spurensuche

Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ruppin und das Aktionsbündnis Neuruppin Ausstellungbleibt bunt laden ein:

Synagogen in Brandenburg. Eine Spurensuche
Ausstellung in der Klosterkirche in Neuruppin
9. November bis 1. Dezember 2017

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 9. November, 18:30 Uhr

Zur Eröffnung spricht die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Elke-Vera Kotowski (Moses Mendelssohn Zentrum)
Anschließend ab 20 Uhr präsentiert die Evangelische Kirchengemeinde unter der Leitung von Matthias Noack mit dem „Ensemble 5Klang“ ein Programm mit jiddischer Musik und Geschichten aus der verschwundenen Welt der Shtetl Galiziens: “Amol is geven a shtetl…”
Öffnungszeiten der Klosterkirche: Weiterlesen

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Redebeitrag 24.08.2017

Da AfD-Gauland sich gerade mal wieder gewollt im Ton vergriffen hat,
https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5437086&s=gauland&SuchRahmen=Print/
dokumentiere ich passend zum Thema meinen Redebeitrag von unserer Kundgebung “Neuruppinerinnen und Neuruppiner gegen Geschichtsfälschung – Rote Karte für Bernd Höcke!” am 24.08.2017:

Am 12. August stirbt in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia eine Frau, als ein Rechtsextremist absichtlich in eine Gruppe von Demonstranten fährt. 33 Menschen werden verletzt.
Am 17. August sterben in Barcelona und Cambrils 14 Menschen durch die Gewalt islamistischer Attentäter. Es gibt mehr als 100 Verletzte.
Am 18. August in Turku, Finnland ersticht ein Mann zwei Menschen und verletzt mehrere andere. Auch hier geht die Polizei von einem terroristischen Hintergrund aus.
Ich bitte Sie um eine Minute des stillen Gedenkens für die Todesopfer, für die Verletzten und für die Angehörigen.
Wir sehen fast täglich, wozu Menschen fähig sind, die sich von Hass anstacheln lassen. So unterschiedlich die Taten sind, das ist das Gemeinsame: abgrundtiefer Hass, Menschenverachtung, der Verlust jeglicher Hemmung – nur das macht es möglich, dass Menschen so etwas tun.
Wenn von terroristischer Gewalt die Rede ist, stehen immer ideologische Einpeitscher im Hintergrund. Sie sähen das Unheil, das zu anderer Zeit, an anderem Ort aufgeht. Deshalb muss Demagogie, muss Volksverhetzung, muss religiöse Eiferei verurteilt werden – muss verurteilt werden als das was sie ist: die Vorbereitung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Wir haben aufmerksam verfolgt, wie Donald Trump sich dreht und windet, um seinen rechtsextremistischen Steigbügelhaltern den Mord von Charlottesville nicht anlasten zu müssen. Es ist nur Kosmetik, dass er dann seinen nationalistischen Wahlkampfstrategen Stephen Bannon gefeuert hat. Der führt seinen Krieg – das ist ein Zitat – jetzt wieder über das Internetportal Breitbart news.
In Deutschland beobachten wir seit Monaten die kalkulierten Tabubrüche von AfD-Politikerinnen und Politikern. Schießbefehl gegen Flüchtlingsfamilien, 180-Grad-Wende in der Erinnerungspolitik, Holocaust-Denkmal der Schande und anderes mehr. Die Methode ist so primitiv wie wirkungsvoll: maximaler Aufschrei, maximale Aufmerksamkeit, dann nach ein paar Tagen halbherziges Zurückrudern. Und dann das Ganze wieder von vorn.
Liebe Freundinnen und Freunde, das ist nicht Wahlkampf, das ist geistige Brandstiftung. Wohin das führen kann, das haben wir heute vor 25 Jahren in Rostock-Lichtenhagen gesehen. CDU, CSU, DVU und Republikaner hetzten Anfang der neunziger Jahre gegen vermeintlichen Asylbetrug. Eine der Folgen war der unverhohlene lebensgefährliche Hass, der sich in Rostock-Lichtenhagen in zigfachem Mordversuch entlud. Dass dort niemand zu Tode gekommen ist, grenzt an ein Wunder.
Deshalb lassen wir es den Storchs und Höckes und Nehls’ nicht durchgehen, wenn sie sich mit scheinbar mutigen Ideen zur Zuwanderungspolitik brüsten. Es ist und bleibt skandalös, was die AfD zu ihrem Lieblingsthema sagt. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Wählerinnen und Wähler merken, dass diese Partei mehr Probleme als Lösungen bringt.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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Donnerstag, 24.08.17, 18:30 Uhr: Kundgebung gegen Bernd Höcke

Das Aktionsbündnis Neuruppin bleibt bunt lädt für kommenden Donnerstag zu einer Kundgebung gegen Bernd Höcke, die AfD und ihre politischen Vorstellungen. Anlass ist eine Wahlkampfveranstaltung des Rechtspopulisten auf dem Neuruppiner Schulplatz.

Ein Auftritt Höckes beim AfD-Kreisverband war im vergangenen Februar kurzfristig abgesagt worden. Zuvor hatte Höcke das Holocaust-Mahnmal in Berlin als “Denkmal der Schande” bezeichnet. Zudem hatte er, mit Blick auf die Aufarbeitung der Naziverbrechen, von einer “dämlichen Bewältigungspolitik” gesprochen und eine “erinnerungspolitische Wende um 180 Grad” gefordert. Höcke war daraufhin massiv unter Druck geraten. Dennoch hatte die AfD sich nicht zu einem Parteiausschluss durchgerungen.

„Wir werden es nicht unkommentiert lassen, wenn Bernd Höcke wieder an die Grenze zur Volksverhetzung geht,“ kündigt der Sprecher des Aktionsbündnisses Martin Osinski an. „Wer Meinungsmache auf Kosten von Menschen treibt, dem zeigen wir die Rote Karte“, fügt Karoline Waack hinzu, die Flüchtlingskoordinatorin des Ev. Kirchenkreises Wittstock-Ruppin.

Kommen Sie zahlreich zur Protestkundgebung am Donnerstag den 24. August 2017 um 18:30 Uhr, auf dem Neuruppiner Schulplatz vor dem Alten Gymnasium.

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Hast Du mal ne Minute?!

Viereinhalb Minuten Fakten über das, was in Europa als “Flüchtlingskrise” bezeichnet wird:
Sehen Sie das kurze Video von Ärzte ohne Grenzen

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10. Mai 2017: Bücher aus dem Feuer

Am 10. Mai 2017 holen wir wieder „Bücher aus dem Feuer“. Damit wird an die Bücherverbrennungen im nationalsozialistischen Deutschland des Jahres 1933 erinnert.
Neu in diesem Jahr: die öffentliche Lesung findet gemeinsam mit “Café Nadi” statt, der interkulturellen Veranstaltungsreihe von ESTAruppin e.V.. Denn die Unterdrückung missliebiger Kultur gab es vor dem “Dritten Reich”, und es gibt sie bis heute weltweit.

Cafè Nadi und das Aktionsbündnis Neuruppin bleibt bunt laden ein:
Lesen Sie mit uns aus verbrannten Büchern, aus verbotenen, unterdrückten Texten oder auch einfach aus Texten, die Ihnen wichtig sind!
Mittwoch, 10.05.2017, ab 16 Uhr
Cafè Nadi im Café Hinterhof, Rudolf-Breitscheid-Straße 38, 16816 Neuruppin
VorleserInnen melden sich bitte per E-Mail an Neuruppin-bleibt-bunt@t-online.de, damit wir die Lesung koordinieren können.

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Veranstaltungshinweis – Sonnabend, 29.04.2017

Die neue Bewegung von rechts
Tagung der Rosa Luxemburg Stiftung Brandenburg in Kooperation mit dem Aktionsbündnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Mit Vorträgen und Workshops zur Analyse der neuen rechten Bewegung und Diskussion von Gegenstrategien.

Diskriminierung, Rassismus und Hetze gegen Geflüchtete gehören auch in Brandenburg leider zum Alltag – sei es auf Demonstrationen von »Nein zum Heim«-Initiativen, in den Kommentarspalten im Internet oder während Wahlkampagnen der Partei »Alternative für Deutschland« (AfD).

Wir wollen uns diese neue rechte Bewegung in Brandenburg, ihre Themen und ihre Akteure genauer ansehen. In welchem gesellschaftlichen Kontext finden die aktuellen Rechtsentwicklungen statt? Welche Strategien verfolgen rechte ProtagonistInnen? Wie gelingt es der AfD momentan, so viel Zuspruch zu erhalten?

Nach eingehender Analyse wollen wir uns vor allem der Frage zuwenden, wie wir der rechten Bewegung effektiv begegnen können. Was müssen wir tun? Welche Ansatzpunkte gibt es, um eine offene, demokratische Gesellschaft zu verteidigen und zu stärken?

Den Ablauf der Veranstaltung finden Sie in der Einladung (Einladung_RLS-AB_Tageskonferenz_20170429)

Die Veranstalter bitten um Ihre Anmeldung bis zum 21. April 2017 per E-Mail an info@bbg-rls.de

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Kundgebung: Keine Abschiebung nach Afghanistan!

Erheben Sie Ihre Stimme für Menschenrechte und gegen Abschiebungen!
Demonstrieren Sie am internationalen Tag gegen Rassismus mit uns!
Dienstag 21.03.2017, 18:00 Uhr, Neuruppin, Schulplatz

Tausende Menschen suchen bei uns Schutz vor Krieg und Gewalt. Fast jede*r fünfte kommt aus Afghanistan.
Afghanistan ist gegenwärtig einer der gefährlichsten Staaten der Welt. Weite und immer neue Teile des Landes werden von Terrormilizen kontrolliert. Nahezu täglich explodieren Bomben in zivilen Gebieten. Bürgerkriegsunruhen und Terrorakte kosten jährlich mehr als 3.500 Menschen das Leben.
Die Landesregierungen von Schleswig-Holstein, Berlin, Bremen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zogen daraus die einzig logische Konsequenz. Sie setzten Abschiebungen nach Afghanistan aus.
Und Brandenburg? Innenminister Karl-Heinz Schröter tut alles, um sich als Hardliner zu profilieren, selbst wenn es Menschenleben kostet. Schröter schiebt nicht nur in Krisenregionen ab – er plante kürzlich erst ein Abschiebezentrum, das rechtlich mehr als umstritten ist. Sogar die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, dass Abschiebungen auf Kosten der Rechtsstaatlichkeit durchgepeitscht werden sollen.
Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Doch statt dieses Recht zu wahren, versuchen die Regierungen in Land und Bund, rechte Nörgler zufriedenzustellen – ein aussichtsloses Unterfangen. Diese Politik wird weder Deutschland noch Brandenburg gerecht.

Flugblatt_20170321_A5

Erheben Sie Ihre Stimme für Menschenrechte und gegen Abschiebungen!
Demonstrieren Sie am internationalen Tag gegen Rassismus mit uns!
Dienstag 21.03.2017, 18:00 Uhr, Neuruppin, Schulplatz

Protestieren Sie auch online:

https://www.proasyl.de/thema/unsicheres-afghanistan/#topic-content
https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebungen-in-den-krieg-schutz-fuer-gefluechtete-aus-afghanistan

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Filmvorführung – ALLES GUT -

Im Rahmen von Café Nadi zeigt ESTAruppin e.V. am 29.3.2017 den Film Alles gut. Zu Vorführung und anschließendem Gespräch kommt Regisseurin Pia Lenz nach Neuruppin. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 29. März 2017, 16:00 Uhr
Café Hinterhof, Rudolf Breitscheid-Straße 38, 16816 Neuruppin

Filmplakat Alles Gut Djaner ist acht Jahre alt. Mit Mutter und Bruder kommt der Roma-Junge im Herbst 2015 aus Mazedonien nach Deutschland. In Hamburg darf er zur Schule gehen, Deutsch lernen. Seine Klassenlehrerin, die Mitschüler und ihre Eltern helfen ihm. Er will dazugehören. Aber was wird aus Djaner, als die Familie von der Abschiebung bedroht ist und sich vor der Polizei verstecken muss?
Für Adel, den Vater der elfjährigen Ghofran, geht ein Traum in Erfüllung, als seine Frau und die vier Kinder endlich aus Syrien nachkommen. Nun warten die großen Herausforderungen des wirklichen Ankommens auf die Familie: Adel muss eine Wohnung für alle finden. Ghofran trifft in ihrer neuen Schule auf Mädchen, die alles dürfen: Fahrradfahren, sich schminken – neue Möglichkeiten, die das junge Mädchen zunächst strikt ablehnt. Sie will akzeptiert werden, ohne die eigene Identität zu verlieren.
Am Beispiel der beiden Kinder und ihrer Familien erzählt ALLES GUT von den kleinen und den großen Hürden, die vor Geflüchteten liegen, wenn sie in Deutschland leben möchten…

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“Neue Nachbarn II” erschienen

Die zweite Ausgabe der Informationsschrift “Neue Nachbarn” ist ab sofort beim Aktionsbündnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit erhältlich.
NN2_webWerden Flüchtlinge in Brandenburg Arbeit finden und heimisch werden? Und was heißt das für die Wirtschaft, für Schulen und Kliniken, für die Sozialkassen? In der neuen Ausgabe von “Neue Nachbarn” schildern Neuankömmlinge und Alteingesessene ihre Erfahrungen.
Zu Wort kommen unter anderem ein Arzt, der heute in Cottbus statt in Damaskus am OP-Tisch steht, eine Kamerunerin, die in Fürstenwalde bei der Feuerwehr ist, ein Krankenpflege-Azubi, der vor eineinhalb Jahren aus Afghanistan nach Neuruppin kam, und ein syrischer Ingenieur, dessen Gubener Firma für den Innovationspreis Berlin-Brandenburg nominiert wurde.
Neben den Porträts berichten Unternehmer, Wohnungsbaugesellschaften, Schuldirektoren und Bürgermeister von ihren Erlebnissen bei der Aufnahme Geflüchteter. Schließlich werden die wichtigsten Fakten zu den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Zuwanderung verständlich und kompakt vorgestellt.
Das Heft ist für alle geeignet, die mehr darüber wissen wollen, wie es um das Ankommen von Flüchtlingen bestellt ist und welche Auswirkungen ihre Integration auf das künftige Leben in Brandenburg haben wird.

“Neue Nachbarn” kann kostenlos beim Aktionsbündnis Brandenburg bestellt werden, auch in großer Stückzahl.

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zum Gedenken an die Opfer vom Breitscheidplatz

Mehr als einhundert Neuruppinerinnen und Neuruppiner gedachten am 23.12.2016 am Neuruppiner Rathaus der Opfer des menschenverachtenden Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Charlottenburg.
Wir dokumentieren hier die Rede von Prof. Dr. Dietrich Böhler – vielen Dank für die Überlassung des Manuskripts!

boehler_rede_neuruppin_nach_berlin-anschlag

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