Weltflüchtlingstag – Willkommen am Tisch!


Liebe Freund*innen,
das Aktionsbündnis Neuruppin bleibt bunt lädt alle Neuruppiner*innen herzlich ein zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2025 unter dem Motto „Willkommen am Tisch – Freundschaft geht durch den Magen“. Die gesellschaftliche Stimmung ist vielerorts kalt und voll von Vorurteilen, rechter Hetze und Hass.

Wir wollen zeigen, dass es auch anders geht. Wer flüchten muss ist keine Bedrohung, sondern braucht unsere Solidarität. Ins Gespräch kommen, sich kennen lernen, neue Perspektiven sehen, Vorbehalte aussprechen können, miteinander spielen und tanzen. Alle das wird möglich sein an diesem Tag von 15 bis 18 Uhr an einer langen Willkommenstafel auf dem Schulplatz in Neuruppin.

Für eine kulinarische Vielfalt auf dem Buffet bitten wir Sie/Euch darum, leckere Kleinigkeiten und auch Geschirr mitzubringen. Getränke, Musik, Sitzgelegenheiten und Spiele für Groß und Klein wird es vor Ort geben. Bei Regenwetter treffen wir uns in der Bilderbogenpassage. Wir freuen uns auf euch!

Herzliche Grüße
Susanne

Friedensfest in Neuruppin setzt Zeichen für Frieden und Toleranz

Schulplatz wird zum Ort der Erinnerung und der Begegnung

Foto des Friedensfestes auf dem Schulplatz in Neuruppin
Friedensfest am 8.Mai 2025 auf dem Schulplatz in Neuruppin

Am 8. Mai verwandelte sich der Schulplatz von Neuruppin in einen Ort des Gedenkens und der Gemeinschaft. Das von ‚Neuruppin bleibt bunt‘, dem „JWP Mittendrin“ und anderen organisierte Friedensfest zog zahlreiche Menschen an, die gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Toleranz setzten.

Für musikalische Beiträge sorgten der Jugendchor des Schinkelgymnasiums sowie der Evangelischen Schule Neuruppin. Mit ihren einfühlsamen Darbietungen berührten sie die Zuhörer und sorgten für emotionale Momente. Besonders eindrucksvoll waren die vorgetragenen Tagebuchausschnitte vom 1. Mai 1945, die die Schrecken des Krieges und den Wunsch nach Frieden greifbar machten.

In seiner Rede hob Bürgermeister Nico Ruhle die Bedeutung von Frieden und Toleranz hervor und erinnerte an die Verantwortung, diese Werte auch heute noch zu verteidigen. Auch Pfarrer Klemm-Wollny trug mit einer Lesung zur besinnlichen Atmosphäre bei und betonte die Wichtigkeit von Zusammenhalt und Menschlichkeit.

Ein gemeinsames Friedensgebet stärkte den Zusammenhalt der Anwesenden und erinnerte an die Verantwortung, sich gegen aktuelle rechtsextreme Strömungen zu stellen und für Demokratie und Toleranz einzustehen.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Mitgebrachte Leckereien luden zum Verweilen und Austausch ein. Unterstützung erhielt das Fest von Esta Ruppin, die die Bühne sowie das Spielmobil zur Verfügung stellte, was besonders bei den jungen Besucher:innen großen Anklang fand.

Das Friedensfest machte den Schulplatz in Neuruppin zu einem lebendigen Ort der Begegnung, des Gedenkens und der Hoffnung auf eine friedvolle Zukunft – ein klares Zeichen gegen Hass und Intoleranz.

Ereignisreiche Woche für Neuruppin

Eine Reihe spannender Veranstaltungen steht interessierten Neuruppinerinnen und Neuruppinern bevor:
Am Mittwoch, 07.Mai 2025 zeigt die Ökofilmtour den aktuellen Dokumentarfilm über Petra Kelly, die einstige Gallionsfigur der Grünen.

Am Donnerstag folgt das Friedensfest anlässlich des 80sten Jahrestags der Befreiung vom Faschismus.

Gleich im Anschluss, um 18 Uhr spricht Museumsleiterin Maja Peers im Museum Neuruppin über die Ereignisse von 1945 und deren Auswirkungen auf Neuruppin. Der Vortrag gibt aufschlussreiche Einblicke in die lokale Geschichte und lädt dazu ein, die Bedeutung dieses historischen Datums neu zu betrachten. Das Museum erhebt 3,00 € Gebühr zzgl. flexiblen Eintritt.

Am Freitag, 9. Mai 2025 ist Aktionstag für die Rechte der Menschen mit Behinderung.
Und am Sonnabend, 10. Mai lesen wir traditionell „Bücher aus dem Feuer“.

Bücher aus dem Feuer 2025

Auch in diesem Jahr liest das Aktionsbündnis Neuruppin bleibt bunt am 10. Mai aus „verbrannten Büchern“. Anlass ist der Jahrestag der Bücherverbrennungen, die Anfang Mai 1933 überall in Deutschland stattgefunden haben. Anhand schwarzer Listen hatten nationalsozialistische Studentengruppen die Bücher missliebiger Autorinnen und Autoren zusammengetragen und auf Scheiterhaufen verbrannt.

Diese Bücherverbrennungen waren nicht die ersten, und es sollten nicht die letzten bleiben. Zensur, die Einschränkung von Meinungs- und Kunstfreiheit, ist bis heute ein Mittel der Herrschenden zur Manipulation der Bevölkerung. Da gilt es, gegenzuhalten,“ meint der Sprecher des Aktionsbündnisses Martin Osinski.

Das Aktionsbündnis Neuruppin bleibt bunt lädt zur Lesung am Sonnabend, 10. Mai 2025 ab 10:00 Uhr auf den Neuruppiner Schulplatz. Wer dort lesen möchte, sollte sich vorher per e-mail anmelden unter neuruppin-bleibt-bunt@t-online.desharepic_Lesung_2025

8. Mai 2025 – Friedensfest und Vortrag; 10. Mai – Lesung aus verbrannten Büchern

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Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum achtzigsten Mal. Das Aktionsbündnis Neuruppin bleibt bunt lädt aus diesem Anlass zu einer ganz besonderen Veranstaltung.

Unter dem Motto „80 Jahre Erinnerung an die Befreiung vom Faschismus – Fest für Demokratie und Frieden“ wird es am Nachmittag des 8. Mai 2025 auf dem Neuruppiner Schulplatz ein vielfältiges Festprogramm geben. „Wir möchten dem Gedenken an die vielen Millionen Opfer eine aktuelle Sicht hinzufügen,“ erläutert Martin Osinski, der Sprecher des Aktionsbündnisses. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs habe eine lange Periode ohne Kriegshandlungen auf deutschem Boden begonnen. Wie wenig selbstverständlich, und wie zerbrechlich ein solcher Frieden ist, wurde mit Ausbruch des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine schmerzlich bewusst.

Das Aktionsbündnis Neuruppin bleibt bunt spricht an diesem besonderen Tag junge und alte Neuruppiner und Neuruppinerinnen an. Sie alle sind eingeladen, mit einander ins Gespräch und ins Handeln zu kommen. Gedanken zu Frieden und Krieg werden von der Bühne vorgetragen. Davon angeregt sollen aber auch Friedensbotschaften in die Welt hinaus gehen. Zwischen 14 und 17 Uhr gibt es zahlreiche Aktionen und ein buntes Bühnenprogramm, und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Kreistagsvorsitzende Siegrid Nau und Neuruppins Bürgermeister Nico Ruhle haben bereits Beiträge zugesagt.

Gleich im Anschluss, um 18 Uhr spricht Museumsleiterin Maja Peers im Museum Neuruppin über die Ereignisse von 1945 und deren Auswirkungen auf Neuruppin. Der Vortrag gibt aufschlussreiche Einblicke in die lokale Geschichte und lädt dazu ein, die Bedeutung dieses historischen Datums neu zu betrachten. Das Museum erhebt 3,00 € Gebühr zzgl. flexiblen Eintritt.

Nur zwei Tage später, am 10. Mai von 10 bis 12 Uhr, wieder auf dem Schulplatz, folgt die schon traditionelle und beliebte „Lesung aus verbrannten Büchern“. Im Gedenken an die Bücherverbrennungen des Jahres 1933 lesen wir aus damals oder auch aktuell verbotenen, zensierten, verfemten und verbrannten Texten. Wer aktiv beitragen (selbst etwas vortragen) möchte, melde sich bitte an unter neuruppin-bleibt-bunt(at)t-online.de.

All das geschieht

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Wiederholung der szenischen Lesung eines Briefwechsels

Wegen des großen Zuspruchs wird die Lesung wiederholt.

Die Schauspielerinnen Angela Hundsdorfer, Alexandra Madincea, Paul Weismann, Lennard Conrad lesen am 04.04.2025 um 18:00 Uhr im Landhaus Kastanie in Karwe. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Hilde Laube und Roland Nordhoff lernen sich im Deutschland des Jahres 1938 kennen. Sie verlieben sich ineinander, heiraten, bekommen Kinder. Und die Eheleute schreiben einander. Mehr als 4.000 Briefe und Postkarten kommen bis 1946 zusammen. Das Besondere: der Briefwechsel ist vollständig erhalten – keine Selbstverständlichkeit in Kriegszeiten. Feldpost an die Soldaten wurde zensiert, und es gab kaum eine Möglichkeit, sie unversehrt von der Front mitzubringen.
Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen der „Freien Altenarbeit Göttingen e.V.“ haben aus dem umfangreichen privaten Nachlass eine gut einstündige szenische Lesung gestaltet. „Diese Lesung bietet eine Möglichkeit, die heutige Zeit etwas besser zu verstehen, indem wir zurück in die Vergangenheit blicken“, heißt es auf der begleitenden homepage. „Warum finden Menschen undemokratische Entwicklungen gut, wie gleiten sie ab in bestimmte rechte oder verschwörungstheoretische Denkmuster, was macht diese Form der Welterklärung attraktiv?“

Wir sind dafür

Demonstration für Vielfalt auf dem Schulplatz.

Wir sind dafür
Wir sind dafür

Am Freitag, den 21. Februar wollen wir zusammen mit lokalen Akteuren und demokratischen Parteien in der Zeit von 15 bis 17.30 Uhr auf dem Schulplatz in Neuruppin ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhaltes setzen. Alle sind herzlich eingeladen, insbesondere auch Familien. Wenn einige von euch eine Kanne heißen Tee/Kaffee mitbringen, werden uns auch die winterlichen Temperaturen nichts anhaben können. Es wird ein Familienprogramm und natürlich Redebeiträge geben

„All das Geschieht“ führt Publikum in bewegende Diskussionen

All das geschieht – szenische Lesung am 26.01.2025 im Alten Gymnasium Neuruppin

Am 28. Januar 2025 wurde die szenische Lesung „All das Geschieht“ im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal der Jugendkunstschule Neuruppin aufgeführt. Die Schauspieler:innen Angela Hundsdorfer, Alexandra Madincea, Paul Weismann und Lennard Conrad brachten die berührenden Worte von Hilde Laube und Roland Nordhoff, einem Liebespaar aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, eindrucksvoll auf die Bühne.

Einzigartiger Briefwechsel: Eindrücke aus dem Leben im Zweiten Weltkrieg

Die Lesung basiert auf einem einzigartigen Briefwechsel der Jahre 1938 bis 1946, der vollständig erhalten geblieben ist – eine Rarität, insbesondere angesichts der Herausforderungen und Zensur in Kriegszeiten. Ehrenamtliche der „Freien Altenarbeit Göttingen e.V.“ haben aus den über 4.000 Briefen und Postkarten eine etwa einstündige szenische Darbietung geschaffen, die nicht nur einen tiefen Einblick in das Leben während des Krieges gibt, sondern auch wichtige Fragen zur Gegenwart aufwirft.

Nachdenkliche Momente: Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die eindringlichen Worte und intensiven Dialoge rührten das Publikum zu Tränen und regten eine lebhafte Diskussion unter Moderation von Helene Weiß im Anschluss an die Lesung an. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die damalige Zeit Parallelen zur heutigen Gesellschaft aufweist. Besonders eindrücklich wurde die Problematik der Anziehungskraft populistischer Bewegungen und der Gefahr gesellschaftlicher Spaltung diskutiert. „Wie können wir aus der Vergangenheit lernen, um demokratische Werte und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu schützen?“ lautete eine der zentralen Fragen des Abends.

Zeitlose Botschaft: Veranstalter begeistert von der Resonanz

Die Veranstalter von „Neuruppin bleibt bunt“ zeigten sich begeistert über die Resonanz. „Es ist beeindruckend, wie zeitlos und relevant diese Briefe sind“, sagte eine Sprecherin der „Freien Altenarbeit Göttingen e.V.“. „Die Lesung verbindet persönliche Schicksale mit historischen Entwicklungen und eröffnet uns eine Perspektive, die uns auch heute berührt und nachdenklich macht.“

Wahlkampf für Vielfalt

Am 24.01.2025 plant der Landesverband der AfD eine Veranstaltung auf dem Neuruppiner Schulplatz. Angesichts der zunehmenden politischen Radikalisierung, die nicht nur Neuruppin, Brandenburg oder Deutschland, sondern die ganze Welt betrifft, wollen wir ein klares Zeichen setzen: Für Menschenrechte, Demokratie und eine offene Gesellschaft. Der Schutz von Freiheit und Würde aller Menschen ist ein zentraler Wert, den es zu verteidigen gilt.
Eine vielfältige und solidarische Gesellschaft lebt von Respekt, Toleranz und Mitmenschlichkeit. Die AfD steht mit ihrer Politik und Rhetorik im klaren Widerspruch zu diesen Prinzipien. Wir wollen zeigen, dass wir uns für eine Zukunft einsetzen, in der Vielfalt eine Stärke ist und niemand aufgrund seiner Herkunft, Überzeugung oder Lebensweise ausgegrenzt wird.
Deshalb laden wir alle ein, sich unserem friedlichen Protest anzuschließen. Am 24.01.2025 um 16:30 Uhr treffen wir uns auf dem Neuruppiner Schulplatz, um gemeinsam für Demokratie, Toleranz und ein weltoffenes Miteinander einzutreten. Lassen wir uns nicht einschüchtern – setzen wir ein starkes Zeichen für eine menschenfreundliche und gerechte Gesellschaft!

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All das geschieht – Eine szenische Lesung

All das geschieht,

ein Briefwechsel zwischen Eheleuten zwischen 1938 und 1942, dargestellt als eine szenische Lesung.

Sonntag, 26.01.2025 um 18:00

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten

Diese Lesung hilft uns, die heutige Zeit besser zu verstehen, indem wir in die Vergangenheit schauen. Wir fragen uns: Warum finden Menschen undemokratische Ideen gut? Wie kommen sie zu rechten oder verschwörungstheoretischen Gedanken? Warum sind solche Erklärungen der Welt für manche Menschen attraktiv?

Deutschland hat in der eigenen Geschichte ein Beispiel für eine Zeit, in der viele Menschen antidemokratische und rassistische Ideen unterstützt haben: die Zeit des Nationalsozialismus. Das ist zwar lange her, aber es betrifft unsere Großeltern oder Urgroßeltern. Wir können und sollten daraus lernen.

In dieser Lesung kommen zwei Menschen aus der damaligen Zeit durch ihre Briefe zu Wort. Wir nennen sie Hilde Laube und Roland Nordhoff. Sie haben sich 1938 kennengelernt. Sie haben sich verliebt, später geheiratet und Kinder bekommen. Bis Anfang 1946 haben sie sich über 4.000 Briefe und Postkarten geschrieben. Diese Briefe sind alle noch erhalten. Das ist besonders, denn oft sind Briefe aus Kriegszeiten verloren gegangen. Das lag daran, dass die Soldaten im Krieg die Briefe nicht immer sicher aufbewahren konnten.

Die Briefe von Hilde und Roland sind wichtig, weil sie uns viel über ihre Gefühle und Gedanken in dieser Zeit erzählen. Sie schreiben über das Leben im Krieg, ihren Glauben, ihre Meinung über „den Führer“ und ihre Zweifel. Sie erzählen auch, wie sie aus schlechten Stimmungen wieder herausgefunden haben. Diese Briefe sind anders als Erzählungen von Menschen, die erst später über diese Zeit sprechen. Die Briefe sind direkt aus der damaligen Zeit und deshalb sehr echt.

Man darf aber nicht vergessen, dass diese Briefe unter schwierigen Bedingungen geschrieben wurden. Es gab keine Geheimnisse in der Post, und die Menschen mussten damit rechnen, dass die Briefe von der Zensur gelesen wurden. Deshalb haben Hilde und Roland manchmal vorsichtiger geschrieben. Sie wussten nie genau, ob jemand ihre Briefe liest. Roland schreibt in einem Brief, dass bei seinen Kameraden manchmal Briefe nicht angekommen sind. Bei Hilde und Roland scheint es aber keine Probleme gegeben zu haben.